SK Stiftung Kultur
Das kölsche Wörterbuch
  • NEU: Die 3. Auflage
  • Zusammenfassung der wichtigsten Regeln
  • Kölsche Schreibregeln
  • Schreibweise von Vokalen im Kölschen
  • Schreibweise von Konsonanten im Kölschen
  • Aufbau des Wörterbuchs
  • Schreibweise von Konsonanten im Kölschen
    Der Laut [g] wird im Kölschen meistens für die standarddeutschen Laute [k], [d] und [t] ersetzt, in einigen wenigen Wörtern bleibt er aber auch für stddt. [g] erhalten:
    -Folgt im stddt. Wort der Laut [k] einem kurzen Vokal (z.B. Rücken, wackeln), wird dieses [k] in einigen Fällen im Kölschen lautlich durch [g] realisiert. Zur Kennzeichnung der Vokalkürze schreiben wir hierfür 'gg' (Rögge, waggele) .
    -Steht im Stddt. 'd' oder 't' hinter einem Diphthong, der mit einem Vordervokal endet (z.B. läuten, schneiden, Zeit), steht im kölschen Wort häufig anstelle des Diphthongs ein kurzer Vordervokal und gleichzeitig wird /d/ bzw. /t/ durch /g/ ersetzt. Zur Kennzeichnung der Vokalkürze schreiben wir auch hier 'gg' (lügge, schnigge, Zigg).
    -Steht [g] (orthogr.: 'gg') im stddt. Wort nach einem kurzen Vokal (z.B. Röggelchen, maggeln, anbaggern)., wird im Kölschen meist das [g] beibehalten (Röggelche, maggele, aanbaggere).
    -Wird ein stddt. 'g' oder 'ch' im kölschen Wort getilgt, ersetzen wir das getilgte 'g' bzw.'ch' durch ein 'h', sofern der Vokal lang bleibt oder wird (wie in unterwegs > ungerwähs,Regen > Rähn, macht! > maht!).
    -Bei flektierten Verbformen, wo 'g' oder 'ch' vor 's' oder 't' ausfällt, ersetzen wir dafür ebenfalls 'h' (z.B. sagst > sähs, sagt > säht/saht!), selbst wenn der Vokal des kölschen Wortstammes durch Vokalverdopplung längenmarkiert ist (Inf.: maache; (do) mähs, (hä) mäht, maht!, aber: maach!)
    -Steht im stddt. Wort 'chs' hinter einem kurzen Vokal und wird [ks] gesprochen (z.B. in wachsen, wechseln), kann der Vokal im kölschen Wort lang werden und der nachfolgende Laut [k] wird nicht gesprochen. Wir schreiben dann anstelle des getilgten 'ch' ein 'h' zur Kennzeichnung der Vokallänge und der gleichzeitigen Tilgung des [k], und zur Verdeutlichung der Stimmlosigkeit des [s] ein 'ß' (wachsen > wahße; wechseln > wähßele). Bleibt der Vokal auch im kölschen Wort kurz, fällt [k] nicht weg und es bleibt bei der Schreibung 'chs' (z.B. sechs).
    -Steht im stddt. Wort 'chs' hinter einem langen Vokal und wird [çs] gesprochen (z.B. nächste), bleibt der Vokal des kölschen Wortes lang und statt [çs] spricht man [ks]. Wir behalten die Schreibung 'chs' bei, da sie üblich ist für die Lautkombination [ks] im Stddt. (nächste > nöchste).
    -Steht 'cht' im stddt. Wort hinter einem kurzen Vokal , wird 'cht' entweder [çt] oder [xt] gesprochen. Im kölschen Wort wird der Vokal meistens lang und das auslautende [t] entfällt (Recht > Rääch, Nacht > Naach).
    -Steht 'chts' im stddt. Wort hinter einem kurzen Vokal , wird 'chts' entweder [çts] oder [xts] gesprochen. Im kölschen Wort wird der Vokal meistens lang, aus [çts] wird [ts], aus [xts] [ks]. [ks] schreiben wir 'ks' (nachts >naaks); [ts] schreiben wir 'ts' (rechts > rääts).
    -Steht 'ch' im stddt. Wort hinter einem langen Hintervokal, wird 'ch' durch den Laut [x] (=Ach-Laut) realisiert (z.B. suchen). Im kölschen Wort wird aus dem Hintervokal oft ein langer Vordervokal und statt des [x] spricht man ein [k], das wir auch 'k' schreiben (söke)
    -Stddt. [pf] wird unabhängig von der lautlichen Umgebung im Kölschen fast immer [p] gesprochen (Pferd > Pääd; hüpfen > höppe; Kopf > Kopp).
    -Stddt. In- und Auslaut-'b' wird im Kölschen, bis auf ein paar vereinzelte Ausnahmen,zu /v/, das im Inlaut stimmhaft [v], im Auslaut stimmlos [f] gesprochen wird. Wir schreiben dann im Kölschen nach Langvokal oder Diphthong 'v' (Graben > Grave; Grab > Grav; bleiben > blieve), nach kurzem Vokal 'vv' (über > üvver).
    01.08.2010