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Peter Fröhlich zum 100. Geburtstag
(Programmheft der Akademie för uns kölsche Sproch Mai - Oktober 2001, S. 8)
Peter Fröhlich wurde am 11. Juli 1901 geboren.
Das langjährige Mitglied des Kölner Stadtrats stammte aus einer zehnköpfigen Arbeiterfamilie, die im Eigelsteinviertel lebte.
Schon mit 14 Jahren musste er als Zeitungsverkäufer und Laufbursche Geld verdienen, um seine Familie zu unterstützen, was in Kriegszeiten besonders schwierig war. Später übte er verschiedene Tätigkeiten aus, u. a. die eines Bauhilfsarbeiters und Maurers.
Bereits mit sechzehn Jahren trat Peter Fröhlich, beeindruckt von den Erlebnissen in seinem Umfeld, in den "Arbeiter-Abstinenzler-Bund" ein. Anschließend wurde er Mitglied in der Gewerkschaft und in der Sozialistischen Arbeiter-Jugend, um schließlich mit 22 Jahren der Kommunistischen Partei beizutreten. 1927 entschloss er sich zu einem Wechsel und gehörte seitdem der Sozialdemokratischen Partei an.
Nachdem er ein zweijähriges Stipendium zum Besuch der Staatlichen Fachschule für Wirtschaft und Verwaltung erhalten hatte, engagierte er sich beruflich bis zu seiner Pensionierung 1966 als Rechtsschutzsekretär für den Deutschen Gewerkschaftsbund.
1933 wurde er als letzter Vertreter der SPD vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten in den Kölner Stadtrat gewählt. Nach dem Krieg waren Peter Fröhlich und Theo Burauen 1946 die ersten SPD-Mitglieder, die diese Position übernahmen. Fast 30 Jahre lang, bis 1975, wirkte er für Köln. So setzte er sich als Mitglied des Kulturausschusses, dem er über zwanzig Jahre lang angehörte, nachdrücklich dafür ein, dass die Kunstsammlung Strecker, die u. a. Werke von Picasso, Braque und Matisse enthielt, für das Wallraf-Richartz-Museum angekauft wurde.
Kölsch zu sprechen war für ihn eine Selbstverständlichkeit, im Ruhestand begann er, seine Erinnerungen an sein Leben und seine Heimatstadt Köln "op kölsch" aufzuschreiben. 1970 erschien sein erstes Buch "Kölle vör fuffzich Johre", ein zweiter Band gleichen Titels folgte ein Jahr später. Zwei weitere Bücher mit den Titeln "Kölle noh '45" und "Sulang dä Dom en Kölle steit" schlossen sich an. Hinzukam noch ein Band mit Gedichten "Us dem Levve jejreffe".
Seine persönlichen Erinnerungen fasste er Mitte der siebziger Jahre in einem Band zusammen "Es war ein langer Weg - Erinnerungen eines alten Kölners", und zwar auf hochdeutsch, um sie einem größeren Leserkreis zugänglich zu machen. Er starb am 1. August 1984.
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