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Kamele, Seerosen und Geißböcke
Was finde ich wo in Kölner Museen?
(Info-Heft der Akademie för uns kölsche Sproch Nov. 2004 - April 2005, S. 7)
Herbst und Winter stehen bevor, Regen, Wind, ungemütliches Wetter – am besten bleibt man da zu Hause, setzt sich bequem mit Getränken und Knabbervorrat vor den Fernseher und sieht sich die Sportschau an!
Oder?
Wie wäre es mit einem Museumsbesuch zum Beispiel im Deutschen Sport & Olympia Museum? Oder lieber im benachbarten Schokoladenmuseum? Die Auswahl an Museen ist groß, zu groß. Wie soll man sich da orientieren und entscheiden! Ganz einfach! Sie leihen sich einen Museumsführer aus unserer Bibliothek aus.
Allerdings gibt es auch eine große Anzahl unterschiedlichster Führer, von denen hier einige vorgestellt werden, die Sie kostenlos für vier Wochen entleihen können:
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Yvonne und Thomas Plum
Kunst, Kakao und Karneval - Was Museen in und um Köln zeigen
J. P. Bachem Verlag Köln 1995
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Yvonne und Thomas Plum stellen in ihrem Buch 50 Museen aus Köln und Umgebung vor. Neben den gängigen Häusern finden auch kleinere, weniger bekannte und sogar so außergewöhnliche Einrichtungen wie das Mauseum (hat nichts mit der WDR-Maus zu tun) und das Bilderbuchmuseum ihren Platz. Natürlich kann auf insgesamt 240 Seiten jede Sammlung nur kurz beschrieben werden. Das hat den Vorteil, dass die wesentlichen Aspekte und Charakteristika der jeweiligen Institution hervorgehoben werden, und die Darstellung nicht in Details oder gar Nebensächlichkeiten abschweift.
Wer also gänzlich unentschlossen ist, welches Museum er besuchen soll, findet in diesem Buch genauso eine Antwort, wie derjenige, der auf der Suche nach neuen, unbekannten Eindrücken ist.
Wer ausführlichere Informationen zu bestimmten Museen haben möchte, sollte zu folgenden Büchern greifen:
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Martin Oehlen (Text)
Stefan Worring (Fotografien)
Museen in Köln
DuMont Literatur und Kunst Verlag
Köln 2004
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Dieses Buch hat den Vorteil, derzeit das aktuellste zu sein. Denn bei älteren Ausgaben muss man sich immer vergewissern, ob die Angaben zu den Öffnungszeiten etc. noch stimmen. Manchmal ist sogar das ganze Museum umgezogen, wie das bei Plum erwähnte „Beatles Museum“, das 1999 in Köln geschlossen wurde und im April 2000 in Halle an der Saale seine Pforten zu den erweiterten Räumen wieder öffnete.
Martin Oehlen hat 14 große Museen Kölns ausgewählt, die großzügig mit vielen farbigen Abbildungen präsentiert werden. Dazu gehören die acht städtischen Museen, mit der Domschatzkammer und dem Erzbischöflichen Diözesanmuseum zwei Einrichtungen der katholischen Kirche, das Käthe Kollwitz Museum der Kreissparkasse Köln und die SK Stiftung Kultur der Stadtsparkasse Köln sowie das Imhoff-Stollwerck-Museum, besser bekannt als Schokoladenmuseum, und das Deutsche Sport & Olympia Museum.
Die Geschichte des Museums wird jeweils angerissen und die wesentlichen Inhalte vorgestellt. Außerdem kommen Besonderheiten zur Sprache. Im Falle des Museums für Angewandte Kunst erwähnt der Autor z. B. das von Rudolf Schwarz errichtete prachtvolle Gebäude, das sich an die Minoritenkirche anschließt, im Artikel über das Erzbischöfliche Diözesanmuseum darf ein Hinweis auf das Gemälde „Madonna mit dem Veilchen“ von Stefan Lochner nicht fehlen.
Eine Kurzbiographie über eine mit dem entsprechenden Museum verbundene Persönlichkeit rundet die Darstellung ab. Dabei kann es sich um einen Künstler des Hauses, um einen bekannten Sammler oder um den Architekten des Museumsbaus handeln. In zwei Fällen stehen historische Persönlichkeiten im Mittelpunkt, die charakteristisch sind für dieses Museum, wie Agrippina die Jüngere für das Römisch-Germanische Museum und Rainald von Dassel für die Domschatzkammer. Zum Stadtmuseum werden zwei Persönlichkeiten vorgestellt, die zwar nie gelebt haben, trotzdem aber zu den bekanntesten und beliebtesten Kölnern gehören, zum Deutschen Sport & Olympia Museum eine, die nicht einmal menschlich ist! Um wen es sich handelt? Lesen Sie selbst!
In der zweiten Hälfte der achtziger Jahre sind zwei weitere Führer erschienen:
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Hugo Borger (Hrsg.)
Museen in Köln - Ein Führer durch 26 Museen und Sammlungen
Prestel-Verlag München 1986
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Im Vorwort skizziert Borger die Entstehung und Entwicklung der Kölner Museumslandschaft. Anschließend werden die Museen in alphabetischer Reihenfolge dargestellt. Zu Beginn steht jeweils eine kurze Übersicht über die Geschichte und die Inhalte und Absichten der Einrichtung. Dann werden wesentliche Ausstellungsstücke katalogartig in Wort und Bild vorgestellt. Dank der Farbfotos bekommt der Betrachter einen Vorgeschmack auf die wunderbaren Achate, die im Mineralogischen Museum zu sehen sind. Und wer möchte nicht einmal die „Eisenblüte“, die gar kein Eisen enthält, in natura sehen!
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Peter Noelke (Hrsg.)
Kölner Museumsführer
Wienand Verlag Köln 1987
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37 Museen hat Peter Noelke zusammengestellt und nach „topographischen Gesichtspunkten und der Höhe der Besucherzahlen in den Museen“ (S. 7) angeordnet. Hugo Borger, der damalige Generaldirektor der Museen der Stadt Köln, hat auch für dieses Buch eine Einführung geschrieben über „Die Kölner Museen und ihre Sammlungen“. Die einzelnen Artikel beginnen mit allgemeinen Informationen, dann folgt auch hier ein kurzer Überblick über die Geschichte und die Bestände des jeweiligen Museums. Pläne zu den größeren Museen helfen, sich zu orientieren. Die wesentlichen Ausstellungsstücke werden anschließend nach Themen geordnet und teils mit farbigen und schwarz-weißen Fotos bebildert vorgestellt.
In der Darstellung zum Römisch-Germanischen Museum folgt zunächst eine „Einführung in das römische Köln – Stadtentwicklung und Stadtgestalt“, untermalt von Plänen und Rekonstruktionen, so dass der Benutzer die folgenden thematisch vorgestellten Ausstellungsstücke besser in ihren Kontext einordnen kann. Eines der Prachtstücke des Römisch-Germanischen Museums, das Dionysos-Mosaik, macht den Anfang. Es steht unter dem Thema „Vita Romana – römisches Leben in Germanien“, in dem das römische Haus samt Einrichtung und Hausrat vorgestellt wird. Erstaunlicherweise geben sogar Grabsteine Informationen darüber, wie ein Abendessen bei den Römern aussah. Die weiteren Kapitel befassen sich mit der „Wirtschaftsmetropole des römischen Germanien“, mit der „Welt der Götter“, dem „Reich der Toten“ und den „Römern und Germanen“. Natürlich werden die Prunkgläser mit farbigen Abbildungen besonders hervorgehoben. Denn welches Museum kann schon ein Diatretglas oder eine so große Zahl an Schlangenfadengläsern vorweisen!
Wer sich einen noch intensiveren bildlichen Eindruck verschaffen möchte, dem sei folgender großformatiger Band empfohlen:
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Hugo Borger
Die Kölner Museen
Vista Point Köln 1990
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Die erste Hälfte des Buches besteht aus einem Textteil, in dem Borger “Anmerkungen zum Institut Museum” macht, zur “Realität im Museum” Stellung nimmt, “Die Kölner Museen” innerhalb der Kulturpolitik einordnet und „Die Kölner Museumslandschaft“ darstellt. Der zweite Teil bietet Farbtafeln, die Außen- und Innenansichten der Museen zeigen sowie einzelne Ausstellungsstücke.
Neben dieser Auswahl an Führern, die sich auf Köln und die nähere Umgebung beschränken, gibt es auch solche, die ganz Nordrhein-Westfalen einbeziehen. Zwei sind in letzter Zeit in Kölner Verlagen erschienen:
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Julia Vatter-Zipelius
Museumsführer Rheinland – Ruhrgebiet
L & H Verlag Hamburg / J. P. Bachem Verlag Köln 2002
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Obwohl „Museumsführer“ genannt, berücksichtigt dieses Buch nicht nur die größeren Museen der Region, sondern auch Grünanlagen, in der Absicht, Kultur und Natur zu verbinden. Die einzelnen Artikel sind kurz und lexikonartig gehalten und geben die wesentlichen Informationen.
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Dietmar N. Schmidt (Hrsg)
Moderne Kunst in NRW - Ein Museumsführer
DuMont Köln 2003
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Obwohl dieser Führer sich auf die Moderne Kunst beschränkt (beginnend ca. 1870), kommen doch eine Reihe von Einrichtungen zusammen, die auf ähnliche Weise wie im oben erwähnten Führer von Martin Oehlen aus dem gleichen Verlag beschrieben werden.
Das Problem all dieser Museumsführer ist, dass sie erstens nie alle Museen berücksichtigen, und dass sie zweitens nur eine kurze Zeit hundertprozentig aktuell sind. Wünschenswert wäre ein Führer, der in regelmäßigen Abständen erscheint. Umzüge wie der des Wallraf-Richartz-Museums oder Neuordnungen der ständigen Ausstellungen könnten auf diese Weise aufgefangen werden. Auch die allgemeinen Informationen zu Öffnungszeiten etc. wären aktueller. Außerdem sollte er möglichst alle Museen und Sammlungen Kölns aufführen. Themen wie die Geschichte des jeweiligen Hauses können außer Acht gelassen werden. Stattdessen sollte es ein Führer durch die Ausstellung sein, so dass das Werk zur Vorbereitung und auch als Hilfe beim Rundgang benutzt werden kann.
Ingeborg Nitt
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 Pdf-Datei "RundreiseKoelnerMuseen.pdf" (0.2 MB)
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