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Stefan Winter
Kölsches Synonymwörterbuch
Wie säht mer söns noch för:
arbeide, Blötschkopp, drinke, flöck,
Jeck, kriesche, Puute, rähne, schwade,
verkloppe, Zömmelöm?
in der "kölsch-edition "Sprache" im
J. P. Bachem Verlag Köln, 2003
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Stefan Winter: Kölsches Synonymwörterbuch
Das Kölsche Synonymwörterbuch enthält ca. 4.000 kölsche Synonyme in über 800 Synonymgruppen und gibt dem Benutzer die Möglichkeit, den passenden Ausdruck aus Synonymgruppen mit mehreren Wörtern ähnlicher Bedeutung zu finden. Dieses Wörterbuch ist für den Kölner Dialekt ein Novum und eigentlich längst überfällig, da gerade das Kölsche eine große Vielfalt an Synonymen bereit stellt. Dabei hängt es von den allgemeinen Gegebenheiten und von der Einstellung des Sprechers oder Schreibers ab, welches Wort situationsabhängig angemessen ist. Oft ist das normalsprachliche Wort für eine Situation nicht unbedingt das angemessene und treffende; statt dessen bietet sich ein Wort aus einer anderen Stilschicht geradezu an.
In alphabetischen Synonymgruppen mit hochdeutschem Stichwort sind die zugehörigen kölschen Wörter mit den hochdeutschen Entsprechungen und Belegen aus der Kölner Mundart-Literatur aufgeführt, z. B.
sprechen - kommunizieren - reden - sagen -*den Mund auftun (? auch flüstern, schwatzen, stottern; unterhalten, sich):
- spreche 'sprechen': Ov ich noch ens met singem Anwalt spreche? (Klar 1972:85).
- bubbele (1) 'sprechen': Ena, Vatter, loht mich bubbele - ich weiß, wat ich sage (Schneider-Clauß 1967:48).
- kalle (1) 'sprechen, reden': Mer Kappesboore kalte winnig, ävver dann daftig (Schneider-Clauß 1916:65).
- kummelezeere/-iere 'kommunizieren': Die zwei eeschte [Kölsch, Huhdütsch] sin nüdig för zo kummelezeere (Cronenberg in Dohmen 1996:4).
- redde, en Red halde 'reden, eine Rede halten': Dann ka'mer doch noch nit vun Ihebroch he redde! (Gravelott 1978:76); Volksversammlunge gov et baal alle Dags, un eimol hatt och der Schang Gilles sich hinrieße looße, en Red zo halde (W. Koch 3-4, 1982:108).
- sage 'sagen': Jetz moot se oppasse, wat se sagen dät! (Kölle läv III, 1994 (Thull) 85).
- der Mungk opdun 'den Mund auftun' (ugs): Wie se esu grad noch am Üvverlage wor, do, jitz, fing ha op eimol aan, der Mungk opzodun (Meurer 1965:250).
Das Wörterbuch folgt den Kölschen Schreibregeln der Akademie för uns kölsche Sproch.
Ein ausführliches Register enthält alle kölschen Wörter u. Redewendungen. Es gibt hauptsächlich zwei Benutzungssituationen:
1. Sucht man einen kölschen Ausdruck für ein hochdeutsches Wort, geht man im Wörterverzeichnis aus von einem hochdeutschen Stichwort. Innerhalb der Synonymgruppe findet man dann das passende kölsche Wort an Hand der Bedeutungsangaben und Beispiele: z.B. unter sprechen findet man bubbele, kalle usw.
2. Sucht man die Bedeutung eines kölschen Ausdrucks, der über Synonyme verfügt, schlägt man im Register nach und findet dort das zugehörige hochdeutsche Stichwort der im Wörterverzeichnis aufzusuchenden Synonymgruppe: z.B. • Amelang → Augenblick.
Das Synonym-Wörterbuch ist für die praktische Anwendung bestimmt und so aufgebaut, dass der Benutzer schnell Auskunft erhält. Sucht er einen kölschen Ausdruck für ein hochdeutsches Wort, kann er im Wörterverzeichnis nach dem hochdeutschen Stichwort suchen und findet dann innerhalb der Synonymgruppe das passende kölsche Wort an Hand der Bedeutungsangaben und Beispiele. Sucht er die Bedeutung eines kölschen Ausdrucks, der über Synonyme verfügt, schlägt er im Register nach und findet dort das zugehörige hochdeutsche Stichwort der im Wörterverzeichnis aufzusuchenden Synonymgruppe.
Mit Hilfe dieses kölschen Synonym-Wörterbuchs lassen sich Wörter bewusst wählen um Sachverhalte treffend zu charakterisieren und zu nuancieren.
Mit dem Synonymwörterbuch von Stefan Winter wird sowohl für Kölsch-SprecherInnen als auch für alle anderen Kölsch-Interessierten ein wertvolles Werk zur Verfügung gestellt, das es weder in dieser noch in anderer Form für das Kölsche je gegeben hat.
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